Adler drehen den 0:3 Rückstand gegen Nürnberg

Der Puck fliegt in Richtung Tor.

Die hitzigste Partie dieser Saison – an Spannung kaum zu übertreffen

An diesem Wochenende standen die bayrischen Mannschaften auf dem Spielplan, u. a. die Münchner, die die Mannheimer am Freitag besiegten und am heutigen Abend folgten die Nürnberger Ice Tigers am diesjährigen Spiel der leuchtenden Herzen. 

Den ersten Schock galt es bereits in der 2. Spielminute zu verkraften, als Brandon Buck den Penalty zugesprochen bekam und diesen auch direkt verwandelte. Beide Mannschaften arbeiteten hart und gestalteten laufstark zahlreiche Torchancen. Eine wichtige Chance im Powerplay konnten die Gastgeber allerdings nicht umsetzen, da Jason Bast die Scheibe auf die Kelle bekam und Chad Pickard in Unterzahl in den Kasten schob. Leider blieben neben den vielen zurückgelegten Laufstrecken die Tore auf Mannheimer Seite aus, weshalb die Nürnberger mit einer Führung in die Pause gingen – Zwischenstand 0:2.

Im mittleren Spielabschnitt kochten die Emotionen im Ufo hoch. Bereits in der 25. Minute legte Chad Bassen die Scheibe unter die Latte und baute die Führung weiter aus. Die Blau-Weiß-Roten hingegen ließen sich bei diesem Spielstand nicht mehr allzu viel gefallen. Der Stein kam erst ins Rollen, als das erste Mannheimer Tor fiel, das wiederum durch einen Videobeweis bestätigt wurde. Daraufhin bewiesen die Spieler Kink und Lalonde Ihre Fähigkeiten im Faustkampf. Von da an wurde die Partie zunehmend hitziger, zahlreiche Aufenthalte in der Kühlbox folgten und das ausverkaufte Ufo bebte akustisch. 27 Sekunden vor Schluss gelang es Garrett Festerling noch den Puck im unteren rechten Eck zu platzieren und rückte den aggressiven Nürnbergern ganz schön auf die Pelle. In der Pause wurde die ausgezählte Spendensumme von 42.028,39€ verkündet – Zwischenstand 2:3. 

Im Schlussdrittel ging es nochmals richtig zur Sache, als Mannheim in Überzahl den Ausgleichstreffer schoss. Thomas Larkin zog den Schläger an der blauen Linie voll durch, bis es in Jenikes Kasten rappelte. Der Kampf um den Sieg dauerte bis zur Schlusssirene an und war an Spannung teilweise kaum zu übertreffen. Wie bereits der erste Treffer der Mannheimer, musste auch der vierte Treffer von den Unparteiischen ganz genau begutachtet werden. Das Tor von Phil Hungerecker wurde danach gewertet und brachte das Ufo vollends zum Abheben. Die Stimmung am heutigen Abend mit der herausragenden Spendensumme, dem spannendsten Spiel der Saison und der ausverkauften Hütte war ohrenbetäubend und zugleich lange nicht da gewesen. Trotz 4 gegen 6 in der Endphase blieb es beim Sieg für den Gastgeber und weiteren 3 Punkten für den Spitzenreiter – Endstand 4:3.