Die Rubin-Brüder fahren beim Motorradfinale in Hockenheim auf das Podium

Foto 1: Vizemeister Daniel Rubin (links) freut sich mit seinem Bruder Dominik, der in Hockenheim seinen ersten IDM-Sieg feierte (von Fotograf Hermann Rüger)

Die Brüder Daniel und Dominik Rubin aus Schwanau-Nonnenweier krönten beim Motorradfinale in Hockenheim ihre guten Saisonleistungen mit einem Platz auf dem Podium. Die zwei Brüder begannen ihre Motorradkarriere im Jahr 2014 im Yamaha-Cup und stiegen dann 2017 in die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) auf und haben sich in dieser Saison in der Spitze etabliert. Vor dem Finale in Hockenheim lag Daniel Rubin nur noch zwölf Zähler hinter Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) in der Supersport 600-Klasse zurück und fuhr mit Titelchancen zum Finale nach Hockenheim. Bei der letzten Veranstaltung Anfang September auf der Grand Prix-Rennstrecke im niederländischen Assen wurde Daniel Rubin in beiden Rennen hinter dem Gastfahrer Glenn van Straalen (NL) zweimal Zweiter und gewann erstmals die IDM-Wertung. Daniel machte 50 Punkte auf Spitzenreiter Enderlein gut, der sich im Training bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte und am Rennen nicht teilnehmen konnte. Der 3,692 km lange Hockenheimring ist das Heimrennen für die Rubin-Brüder, die auf einer Yamaha-YZF-R6 im eigenen Rubin-Racing Team starten. Daniel Rubin ist mit 20 Jahren der jüngere Bruder, er war im Training als Dritter nur 0,1 Sekunden langsamer als Ex-Meister Kevin Wahr (Nagold/Yamaha) und ging aus der ersten Startreihe in das erste Rennen am Sonntag über 15 Runden mit einer Gesamtdistanz von 55,38 km. Der 21-jährige Dominik war mit 0,412 Sekunden Sechster und startete aus der zweiten Reihe. Daniel hatte einen guten Start und lag in Führung, doch gleich in der 2. Runde rutschte ihm in der ersten Kurve nach der Zielgerade das Vorderrad weg. Durch den Sturz waren damit auch die Meisterschaftsträume begraben. Er konnte weiterfahren und belegte am Ende den 22. Platz, in der IDM-Wertung reichte es noch für den 13. Rang und drei Meisterschaftspunkte. Danach fuhr sein Bruder Dominik das Rennen seines Lebens und feierte mit nur 0,163 Sekunden Vorsprung vor Patrick Hobelsberger seinen ersten IDM-Sieg. Nach dem Rennen freute sich Dominik Rubin: „Der Start war nicht so gut, dann sind vor mir zuerst mein Bruder und dann Kevin Wahr sowie Marc Buchner gestürzt und auf einmal war ich Erster. Es war nicht einfach, die Gegner waren in meinem Nacken. Die letzten zwei Runden habe ich dann Vollgas gegeben und es hat für den Sieg gereicht. Ich freue mich riesig, danke an das ganze Team und unsere Fans. Es ist richtig geil hier beim Heimrennen in Hockenheim zu gewinnen.“ Im zweiten Lauf feierte Kevin Wahr einen Start-Ziel-Sieg vor dem Niederländer Sander Kroeze und Daniel Rubin, der nur 1,171 Sekunden Rückstand auf den Sieger hatte. Nun stürzte im zweiten Rennen sein Bruder Dominik, der aber auch weiterfahren konnte und den 16. Platz belegte, in der IDM-Wertung reichte es noch zum 12. Rang und vier Punkte. Auch Daniel Rubin freute sich: „Im ersten Lauf hatte ich einen Hammerstart und fuhr eine hammerharte erste Runde, leider rutschte mir dann in der zweiten Runde das Vorderrad nach der Zielgeraden weg und ich stürzte. Ich hatte zu viel gewollt, wir waren nah am Titel dran, wir haben die Saison mit einem dritten Platz und dem Vizetitel gut beendet. Einen großen Dank an das ganze Team, die Helfer und Sponsoren.“ Nach 12 Rennen in der IDM-Supersport 600-Klasse holte sich Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) mit 194 Punkten den ersten Meistertitel vor Daniel Rubin mit 174 Zählern. Sein Bruder Dominik Rubin verbesserte sich mit seinem ersten IDM-Sieg mit 130 Punkten auf den sechsten Gesamtrang. Die zwei Brüder arbeiten im Motorradgeschäft ihrer Eltern Renate und Hubert in der „Rubin-Mühle“ in Schwanau in der Mühlenstraße. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.motorrad-rubin.de bzw. auf der offiziellen Seite unter www.idm.de.

 

 

Text: Michael Sonnick