Nationalmannschaft gelingt „Mini-Sensation“

Deutschlands Trainer Marco Sturm  beim Spiel im Deutschland Cup 2017, Germany - Slovakia. Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos/Michael Ruffler)

Deutschlands Trainer Marco Sturm. Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** 

Mit 4:3 nach Verlängerung entscheidet die DEB-Auswahl den zweiten Vergleich gegen Russland in Sotschi für sich / Marco Sturm: „Wir hatten eine gute Woche“

„Mini-Sensation“ für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft: Aufgrund einer weitaus couragierteren Leistung im zweiten Vergleich mit Gastgeber Russland gelang der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) am Samstag ein verdienter 4:3 (1:1, 0:2, 2:0, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung beim Favoriten.

Vor 11.008 Zuschauern im „Bolshoy Ice Dome“ zeigten die Gäste große Moral und drehten im Schlussabschnitt einen 1:3-Rückstand zunächst in ein 3:3 nach 60 Minuten, ehe der Siegtreffer in der Overtime fallen sollte. Bereits am Dienstag startet für die Nationalspieler Phase II der WM-Vorbereitung. In Weißwasser und Dresden heißt der Gegner am kommenden Wochenende Slowakei.

Wie angekündigt, feierte Dustin Strahlmeier von den Schwenninger Wild Wings seine Premiere im deutschen Tor, nach dem tags zuvor Mathias Niederberger den Kasten gehütet hatte. Gegen Alexander Khokhlachyovs Hammer nach noch nicht mal vier Minuten war der Schlussmann machtlos. Seine Vorderleute allerdings ließen sich von dem Gegentreffer nicht beirren. Marc Michaelis markierte frech das 1:1 – bereits sein zweiter Treffer im zweiten Länderspiel.

Deutschland startete in Unterzahl ins zweite Drittel. Alexander Dergachyov nutzte den sich bietenden Freiraum zur neuerlichen Führung der Gastgeber. Dennoch versteckte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) nicht und kam immer wieder zu mutigen Angriffen. Pech hatte Mirko Höfflin beim 1:3 eine Minute vor Ende des Drittels. Der Stürmer fälschte den Puck nach einem Blockversuch unglücklich mit der Hand ins eigene Netz ab.

Doch das sollte es nicht gewesen sein. Im Schlussabschnitt belohnten sich die Gäste für ihren kämpferischen Einsatz und starteten eine Aufholjagd: Simon Sezemsky in seinem zweiten Länderspiel durfte sich über sein erstes Tor im Nationaltrikot freuen. Nun wackelten die Hausherren. Das sah auch Maxi Kammerer so, der mit seinem 3:3 die deutsche Bank jubeln ließ. Schon eine kleine Sensation. In der Verlängerung brachte Bernhard Ebner die Scheibe vor das Tor – und irgendwie landete der Puck im Netz. Die „Mini-Sensation“ war perfekt.

Deutschland: Strahlmeier (Niederberger) – Zerressen, Daschner; Michaelis, Höfflin, Uvira – Bender, Brückner; Krämmer, Loibl, Elsner – Ebner, Sezemsky; Holzmann, Danner, Schmölz – Nowak, Wagner; Kammerer, Hafenrichter

Tore: 1:0 Alexander Khokhlachyov (3:41), 1:1 Marc Michaelis (7:23), 2:1 Alexander Dergachyov, 3:1 Nikolai Demidov (38:58), 3:2 Simon Sezemsky (45:38), 3:3 Maxi Kammerer (50:12), 3:4 Bernhard Ebner (63:08)

Hier geht’s zur kompletten Statistik: http://online.fhr.ru/en/69512.html

Bundestrainer Marco Sturm: „Gegenüber des ersten Spiels war das zweite Match eine erkennbare Leistungssteigerung. Meine Mannschaft war mutiger, bissiger und hat sich den Sieg nach dem Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel verdient. Wir hatten eine sehr gute Woche mit einem sehr guten Finish. Mit den Debütanten bin ich zufrieden. Diesen Weg wollen wir in der kommenden Woche weiter gehen.“

Dustin Strahlmeier (Schwenninger Wild Wings): „Wir waren besser als im ersten Match, haben uns mehr getraut, besonders nach vorn. Dafür haben wir uns belohnt. Als die Russen aufgedreht haben war es schwer, aber wir haben gut gestanden. Nachher sind wir härter vors Tor gegangen, daher finde ich den Sieg auch verdient. Die Jungs haben mir sehr geholfen. Es ist natürlich super, dass man im ersten Spiel für die Nationalmannschaft den ersten Sieg feiern kann. Nervös war ich eigentlich nicht, aber es war ein anderes Gefühl, eine besondere Anspannung. International ist alles viel schneller. Es macht aber riesen Spaß.

DEB-Präsident Franz Reindl: „Russland zu schlagen, ist immer etwas besonderes. Insgesamt war es ein toller Auftritt unserer komplett von Marco Sturm neu formierten Mannschaft. Es hat große Freude bereitet zuzuschauen.“

 

 

Quelle: DEB