„Druff un Dewedder“ Harte Arbeit zahlt sich aus – Serienausgleich mit 4:2 Sieg im Ufo

Mannheims Christoph Ullmann (Nr.47) gegen Muenchens Danny aus den Birken (Nr.33) beim Spiel in der DEL, Adler Mannheim (blau) - EHC Red Bull Muenchen (weiss). Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos/Daniel Glaser)

Mannheims Christoph Ullmann (Nr.47) gegen Muenchens Danny aus den Birken (Nr.33) beim Spiel in der DEL, Adler Mannheim (blau) – EHC Red Bull Muenchen (weiss). Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! ***

Dass die heutige Partie ein Hexenkessel sein wird, war nach dem ersten Halbfinalspiel in München mit den krankheitsbedingten Verlusten Matthias Plachta und Carlo Colaiacovo absehbar.  Angefixt von der unfairen Sanktionierung während des Spiels, überließen die Mannheimer Fans nichts dem Zufall und sorgten von der ersten Sekunde an für eine herausragende Stimmung mit Gänsehautmomenten.

Entsprechend dem Motto „Druff un Dewedder“ empfingen die Adler-Anhänger die Münchner Spieler mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert, so, dass nicht einmal die Aufstellung der Starting Six der Gäste zu hören war.

Die Adler Mannheim, beflügelt von der Stimmung, legten 39. Sekunden nach Anpfiff Danny aus den Birken das erste ungewollte Ei ins Nest. Thomas Larkin, der die Scheibe von David Wolf auf die Kelle erhielt, spielte diese am Arm von Münchens Torhüter vorbei und somit in das untere linke Eck – entsprechend laut wurde und blieb es auch im Ufo. Drei Minuten vor der Pausensirene ließ die Abwehr Yannic Seidenberg aus den Augen, der frei vor dem Tor stand und die Hartgummischeibe unter die Latte lupfte. Insgesamt eine angeheizte, körperbetonte und laufstarke Partie mit besonderer Torhüterleistung – Zwischenstand 1:1.

Im mittleren Spielabschnitt schwächte die Stimmung sowie die Mannschaftsleistung der Adler Mannheim etwas – Tore blieben in den 20 Minuten aus. Einige haarscharfe Chancen der Gäste brachte alle bis auf den Oberrang zum Kopfschütteln und zum Raunen. Die Möglichkeiten für das Team von Bill Stewart, wie die freie Sicht vor aus den Biken, blieben aufgrund z. T. grundlegender Fehler ungenutzt. An Spannung mangelte es trotz dem etwas ruhigerem Drittel nicht – Zwischenstand 1:1.

Besonders im Schlussdrittel kamen grundlegende Fehler zum Tragen, die die Qualität der Adler Mannheim minderten. Unterstrichen hat das München direkt in der 41. Spielminute, in der Jason Jaffray die Scheibe Dennis Endras unterschob. Der Großteil des Drittels bewegte sich in der neutralen Zone, da in diesem Bereich das jeweils andere Team bereits zum Großteil abgehalten wurde ins Angriffsdrittel zu gelangen. In der 53. Spielminute erzielte der Gastgeber den Ausgleichstreffer, der durch den langen Videobeweis bestätigt wurde – Torschütze: Marcus Kink. Ganze 51 Sekunden dauerte es, bis Luke Adam mit dem Schlagschuss vom linken Bullykreis nachlegte. Ab diesem Zeitpunkt gehörte das Momentum ganz den Mannheimer Fans und ihrer Mannschaft, die erneut das Ufo zum Abheben brachten. Haarscharf wurde noch einmal, als die Scheibe parallel zur roten Linie am Tor vorbeiglitt; da hieß es Luft anhalten. In der letzten Minute rundete Kapitän Marcus Kink den Sieg mit dem Empty Net ab –  Endstand 4:2.