Als Gejagter in den Playoff-Endspurt

Am morgigen Mittwoch empfangen die MLP Academics Heidelberg Tabellenschlusslicht Baunach. In der vorgezogenen Partie des 25. Spieltags winkt den Kurpfälzern die vorzeitige Playoff-Qualifikation.  Da die 2. Basketball-Bundesliga in großen Schritten dem Ende der Hauptrunde entgegeneilt, beginnen bei zahlreichen Mannschaften die Rechenspiele: Wie viele der verbleibenden Spiele müssen wohl noch gewonnen werden, um die Playoffs auch rein rechnerisch zu erreichen? Welche Auswirkungen hat ein möglicher Ausrutscher gegen Team A oder B?  Nachdem die MLP Academics in den vergangenen Spielen regelmäßig geliefert haben, ist der Playoff-Druck in der Kurpfalz aktuell kaum zu spüren. Heidelberg grüßt von Platz drei der Tabelle – und benötigt aller Voraussicht nach nur noch einen Sieg, um die Postseason-Qualifikation dingfest zu machen.
Nachdem das Ignjatovic-Team in den Big-Point-Spielen aber stets siegreich das Parkett verließ, ist die Maßgabe aktuell nicht das Erreichen der Playoffs, sondern vielmehr die bestmögliche Ausgangssituation innerhalb der Playoffs: Die Qualifikation soll zeitnah bewerkstelligt und der Blick in die Zukunft und in den April gerichtet werden.
Klar ist, dass die MLP Academics in der Endphase der Saison der Gejagte sein werden. Denn obwohl das Rennen um die begehrten Playoff-Plätze extrem eng und spannend ist, haben sich die Heidelberger ein kleines Punktepolster erarbeitet. In der Tabelle haben sie Köln und zuletzt auch Karlsruhe überholt. Diese Momentaufnahme kann aus Sicht der Verantwortlichen gerne erhalten bleiben. Damit diese jedoch erhalten bleibt, sollte sich das Team keinen Ausrutscher mehr leisten – und wird bis zum 30. Spieltag konzentriert zu Werke gehen. Auch in den Spielen gegen die vermeintlichen Außenseiter.

Baunach setzt auf eine Wiederholung des Hinspiels

Dass ein solcher Ausrutscher aber jederzeit möglich ist, belegten die MLP Academics in der Hinrunde: Sie waren nicht auf der Höhe und ließen sich von Tabellenschlusslicht Baunach überraschen und niederkämpfen. Auch deshalb schöpften die Franken neuen Mut und sind nach dem Trainerwechsel (Ende 2017) – Mario Dugandzic ersetzte Fabian Villmeter – zwar unter Erfolgsdruck, aber noch keinesfalls abgestiegen. Unter seinem neuen Coach bezwang das Farmteam von Brose Bamberg Chemnitz, Köln, Ehingen und Trier – und musste sich nur knapp in Hamburg und Paderborn geschlagen geben. Mit nur fünf Siegen steht Baunach dennoch am Rande des Abgrunds. Tibor Taras (13.0 PpS), William McDowell-White (11.4) und Co. müssen also auf Überraschungssiege setzten. Sie hoffen sicherlich darauf, Heidelberg erneut auf dem falschen Fuß zu erwischen. Es ist zu erwarten, dass das junge Team (19,8 Jahre) bei diesem Unterfangen auf eine seiner wichtigsten Stützen verzichten muss: Louis Olinde (13.8 PpS), der in dieser Saison regelmäßig zum Bamberger Aufgebot gehörte, wird aller Voraussicht nach schon am Mittwoch mit dem deutschen Meister zur EuroLeague-Partie nach Valencia reisen.

Kein Ausrutscher mehr macht Heimvorteil greifbar

Aufgrund ihrer guten Verfassung, der noch offenen Rechnung aus dem Hinspiel und dem Bild, was sich in der Tabelle bietet, wollen die MLP Academics am Mittwoch ab Spielminute eins voll da sein. Das Team will sich nicht erneut übertölpeln lassen und Karlsruhe vor dem direkten Duell am darauffolgenden Sonntag auf Distanz halten. Nachdem man jetzt schon solch gute Wochen hinter sich hat, soll es auch mit dem Heimvorteil in der Postseason klappen. Die Mannschaft ist motiviert und fokussiert und freut sich auch an einem Mittwochabend auf einen gut besuchten OSP. Verdient hätte sie es allemal.

Infos:
MLP Academics Heidelberg vs. Baunach Young Pikes
Mittwoch 28.02.2018, Tip-Off 19:30 Uhr, Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, Im Neuenheimer Feld 710, 69120 Heidelberg

 

 

Quelle: Lukas Robert MLP Academics Heidelberg :: USC Heidelberg