Gradmesser Chemnitz

Die MLP Academics Heidelberg treten in den kommenden beiden Partien gleich doppelt auf fremdem Parkett an. Das bevorstehende Samstagabendspiel ist, wie bereits das Heimspiel gegen Trier, ein Big-Point-Game.

Bereits seit einigen Tagen zeichnet sich innerhalb des Klubs ab, welche Wichtigkeit die Partie in Chemnitz hat: Die Trainingseinheiten sind intensiv, das Team fokussiert – und die Anreise nach West-Sachsen wird bereits am Freitagabend erfolgen. Körper und Geist sollen schließlich ausgeruht sein, wenn das Team von Headcoach Frenki Ignjatovic am Samstagabend (19:00 Uhr) in einer sicherlich stimmungsvollen Richard-Hartmann-Halle antritt.
Die NINERS befinden sich zwar aktuell nicht in der Verfassung der Vorsaison, als sie nur haarscharf am Aufstieg in die Bundesliga vorbeischrammten, sind aber dennoch ein gefährlicher Gegner. Denn nachdem die Mannschaft verhalten in die Saison startete, hat sie spätestens seit der Verpflichtung von Hugh Robertson (8.3 PpS) Mitte Januar nochmals einen Sprung gemacht. Die Sachsen rangieren aktuell auf Tabellenplatz 11 und bilden damit den Abschluss der Klubs, die sich noch berechtige Hoffnungen auf die Playoffs machen dürfen. Der Rückstand auf den Sechsten Trier beträgt lediglich zwei Punkte.

Erfolgsfaktor „Hartmannhölle“

Trotz eines schweren Restspielplans hat Chemnitz aktuell alle Trümpfe selbst in der Hand beziehungsweise im Rücken. Denn gemeinsam mit den lautstarken Fans wird das Pastore-Team bis zum Hauptrundenende noch fünf Mal auf eigenem Parkett antreten. Das ist erfolgsversprechend: Aus den bisherigen zehn Heimspielen holte man sieben Siege, weitere sollen folgen. Die Gegner dabei: Heidelberg, Hamburg, Köln, Vechta und Crailsheim. Während die MLP Academics mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen nach Sachsen aufbrechen und dabei mit Martin Seiferth und Eric Palm zwei Ex-NINERS in ihren Reihen haben, dürfte auch Chemnitz (mit Brad Tinsley) mit breiterer Brust daherkommen. Vor Wochenfrist wurde der Tabellendritte aus Karlsruhe in eigener Halle 89:81 bezwungen – und soll Vorbild für weitere Überraschungen sein. Heidelberg will seinerseits gleich die nächste Möglichkeit zum Big-Point-Sieg nutzen und den Abstand auf Chemnitz vorentscheidend ausbauen. Aktuell rangieren die Kurpfälzer drei Siege vor den Plätzen neun bis elf – und nur zwei Siege hinter Karlsruhe auf Rang drei. Die Ergebnisse der nächsten Wochen werden entsprechend weiter Spannung in die Tabelle bringen. Die MLP Academics haben in dieser engen Konstellation gegen Trier vorgelegt – und wollen nun nachlegen.

Infos:
NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg
Samstag 17.02.2018, Tip-Off 19:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle, Fabrikstraße 9, 09111 Chemnitz.

 

 

Quelle: Lukas Robert MLP Academics Heidelberg :: USC Heidelberg