D&S Final Four 2017 in Mannheim

GER - Mannheim, Germany, April 22: During the German Hockey Bundesliga women match between Mannheimer HC (blue) and Club an der Alster (red) on April 22, 2017 at Am Neckarkanal in Mannheim, Germany. Final score 1-1 (HT 1-0).  Charlotte Gerstenhoefer #28 of Mannheimer HC Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos /Dirk Markgraf)

GER – Mannheim, Germany, April 22: During the German Hockey Bundesliga women match between Mannheimer HC (blue) and Club an der Alster (red) on April 22, 2017 at Am Neckarkanal in Mannheim, Germany. Final score 1-1 (HT 1-0). Charlotte Gerstenhoefer #28 of Mannheimer HC Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! ***

Vorschau auf die Halbfinals um die Deutschen Feldhockey- Meisterschaften der Damen und Herren (27. Mai)

Halbfinale Damen:
Mannheimer HC – Club an der Alster Sa., 12.45 Uhr

Im zweiten Halbfinale der Damen fordert der Club an der Alster, der erst am letzten Spieltag der regulären Saison die Qualifikation für das Final Four geschafft hatte, den Hauptrunden-Ersten und Endrunden-Gastgeber Mannheimer HC. Auch wenn die Mannheimerinnen nach einer überragenden Saison als leichter Favorit gelten dürften, das Team aus Hamburg konnten sie in dieser und auch in der vorangegangenen Saison nicht bezwingen.

„Wir haben zuletzt eigentlich gute Ergebnisse gegen den MHC erzielt. Trotzdem muss wohl eher der Tabellenführer als Favorit gelten“, beschwichtigt jedoch Alster-Coach Jens George. „Wir gehen aber eigentlich ganz entspannt an die Sache heran, wollen Mannheim so lange wie möglich ärgern. Wenn wir das Spiel lange offenhalten können, dann haben wir auch eine gute Chance, das Feld am Ende als Sieger zu verlassen.“ Dafür müsse man allerdings im Vergleich zur Rückrunde vor allem in puncto Konzentration, Zielstrebigkeit und vor allem Effektivität eine Schippe drauflegen. „Viele Chancen werden wir vermutlich nicht bekommen, und ob es dann am Ende für uns reicht, werden wir dann sehen.“ Wie schon in der gesamten Rückrunde wird Alster auf erfahrene Kräfte wie Silja Lorenzen oder Sabine Knüpfer verzichten müssen. „Darauf konnten wir uns ja lange vorbereiten, und der Kader hat ja gezeigt, dass er in dieser Formation absolut Paroli bieten kann. Wir gehen jedenfalls selbstbewusst in dieses Spiel.“

Mit einem guten Gefühl läuft allerdings auch der Mannheimer HC auf. „Der ganz große Druck war zuletzt ja weg, weil wir mit der Europapokal-Qualifikation ja eines unserer Ziele bereits erreicht hatten“, sagt Trainer Philipp Stahr. Die nötige Anspannung vor dem wichtigen Halbfinale werde von ganz alleine kommen. „In K.o.-Spielen haben wir zuletzt immer gut ausgesehen.“ Stahr sieht viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Teams. Beide seien recht jung und in Endrunden noch nicht sehr erfahren. „Ich denke, das Spiel wird auf Augenhöhe ablaufen. Klar haben wir den Heimvorteil, aber damit steigt ja auch der Erwartungsdruck. Ich denke, es wird auf jeden Fall ein spannendes Match zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt in dieser tollen Saison, und wir werden gut vorbereitet sein. Unser Ziel ist ganz klar das Finale.“ Als höchst fraglich bezeichnete Stahr die Chance auf die Einsätze von Cecile Pieper (Muskelbündelriss) und Sonja Zimmermann (Außenbandriss).

Direkt im Anschluss an die Mannheimer Damen treten auch die Herren des Final-Four- Gastgebers in ihrem Halbfinale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft an. Gegner des Tabellendritten der Hauptrunde ist das Team des HTC Uhlenhorst Mülheim. In der Saison hat diese Begegnung zwei Mal keinen Sieger gesehen. Es steht also auch im dritten Aufeinandertreffen zu erwarten, dass es eine ganz enge Angelegenheit warden kann, die womöglich erst im Penaltyschießen entschieden wird.

„Wir sind absolut bereit für diese Endrunde, und der Titel wäre wirklich etwas ganz Besonderes für den Club“, unterstreicht Mannheims Trainer Michael McCann. „Ich denke, wir sind besser vorbereitet als noch im letzten Jahr. Mit der Erfahrung aus dem Finale in der Halle und der EHL-Teilnahme sind wir reifer und auch erwachsener geworden. Ich denke, wir sind – anders als noch im letzten Jahr – diesmal sogar die erfahrenere Mannschaft, und wir müssen jetzt auch mal den nächsten Schritt machen.“ McCann ist der Meinung, dass beide Team sehr gut „matchen“. Uhlenhorst hätte seine Stärken vor allem in der Offensive, der MHC seine eher defensiv. Beide Teams hätten Spieler in ihren Reihen, die ein Spiel entscheiden können. „Wir wissen aus dem letzten Jahr, wie schwer es ist, eine Endrunde zu Hause zu spielen, und es wird gegen Mülheim wieder schwer und vermutlich auch bis zum Schluss ganz eng, weil beide Teams vom Potenzial her sehr nah beieinanderliegen. Die Voraussetzungen sind für uns aber eigentlich gut.“ Ein paar Fragezeichen gäbe es noch, was die Nominierung angehe. „Wir müssen noch entscheiden, ob wir erfahrene Spieler mitnehmen, die aber vielleicht noch nicht ganz bei 100 Prozent sind, oder die jungen Spieler, die es zuletzt auch sehr gut gemacht haben.“ Sicher ausfallen wird der nach wie vor erkrankte Keeper Andreas Späck. Er wird am Samstag von Lukas Stumpf vertreten.

Auch wenn Uhlenhorst Mülheim noch immer Rekordmeister der Bundesliga ist, der letzte Titelgewinn auf dem Feld datiert aus dem Jahr 1997. Doch dass die Ruhrstädter nach wie vor fester Bestandteil der deutschen Spitze sind, beweisen nicht nur die Finalteilnahmen 2011 und 2013. Und so erwartet auch Trainer Omar Schlingemann ein Spiel auf hohem Niveau, das bis zum Ende spannend bleibt. „Das wird ein ganz knappes Ding. Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen könnte die Fitness ein Faktor werden.“ Die Vorfreude bei seinem Team sei jedenfalls groß: „Besser geht es ja nicht: Halbfinale gegen den MHC beim MHC. Die Stimmung wird hervorragend sein.“ Insgesamt fahre auch der HTCU sehr zuversichtlich nach Mannheim. „Wir haben eine junge Truppe, in der kaum ein Spieler schon eine Deutsche Feldhockey-Endrunde gespielt hat. Trotzdem haben wir uns mit einer starken Rückrunde viel Selbstvertrauen geholt. Wir haben eine gute Form und werden absolut in der Lage sein, den Mannheimern ein gutes Spiel zu liefern.“ Bei Mülheim sind aktuell alle Spieler einsatzbereit.

Quelle: die hockey agentur