Final Four: Krefeld oder Harvestehude?

Vollversammlung. Lars Gonzendorf (mi.#18) versucht sich gegen eine Übermacht durch zu setzen. beim Spiel Crefelder HTC – TSV Mannheim. Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos/Ralf Schmitt)

Vollversammlung. Lars Gonzendorf (mi.#18) versucht sich gegen eine Übermacht durch zu setzen. beim Spiel Crefelder HTC – TSV Mannheim. Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! ***

Einzige noch offene Entscheidung / Fernduell um letzten Halbfinal-Platz

Gesucht wird der Gegner von Meister Rot-Weiss Köln im Halbfinale! Die beiden letzten Kandidaten dafür

sind der Harvestehuder THC oder der Crefelder HTC. Diese beiden Teams kämpfen am letzten Spieltag noch um den Einzug ins Final Four in Mannheim.

Die Harvestehuder haben dabei die bessere Ausgangsposition klar auf ihrer Seite: Zwei Punkte Vorsprung und das deutlich bessere T orverhältnis sprechen eher für einen Endrunden-Teilnehmer aus Hamburg. Der HTHC braucht, um es aus eigener Kraft zu schaffen, also mindestens einen Punkt aus dem Derby beim Club an der Alster. Trainer Christoph Bechmann: „Es sind nach wie vor tolle Voraussetzungen für uns. Wir brauchen einen Punkt, aber wir wollen den Sieg. Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen.“ Bei Gegner Alster – so scheint es nach den letzten Ergebnissen – ist die Luft wohl raus. „Ist uns egal“, betont Bechmann jedoch. „Wir geben Gas, wollen ein gutes Spiel abliefern und uns dann für eine bislang gute Saison belohnen.“ Tobias Hauke kehrt dafür wieder in den Kader zurück, Tobias Lietz fällt hingegen angeschlagen aus. Bei Alster werden ebenfall Spieler verletzt passen müssen, doch es geht für das Team des scheidenden Trainers Russell Garcia auch um nichts mehr. „Es gibt trotzdem ein paar Punkte, die dieses Spiel besonders machen“, meint Garcia. „Wir werden versuchen, noch mal alles in die Waagschale zu werfen und ein gutes letztes Spiel zu zeigen.“

In Krefeld herrscht der Pragmatismus vor diesem letzten und möglicherweise entscheidenden Spiel. Trainer Matthias Mahn: „Die Situation bringt es nun mal mit sich, dass wir jetzt gegen Köln gewinnen müssen. Wir werden versuchen, einen guten Matchplan zu erarbeiten und den dann auch umzusetzen. Was in Hamburg passiert, darauf haben wir ja keinen Einfluss.“ Im Erfolgsfall müsste man dann ja auch im Halbfinale wieder gegen Köln antreten. „Wenn wir nicht daran glauben würden, dass wir in der Lage sind, die zu schlagen, bräuchten wir dann, wenn es klappt, ja auch nicht zur Endrunde fahren.“ Im Hinspiel war man knapp dran am Punktgewinn, aber der würde diesmal nicht ausreichen. „Es muss in dieser entscheidenden Phase dann auch unsere beste Saisonleistung her“, fordert Mahn. „Wir müssen selbstbewusst rausgehen, versuchen, Köln zu ärgern und uns zumindest mit einem Heimsieg von unseren Fans verabschieden.“

Rot-Weiss Köln kennt die Situation aus dem Vorjahr, wo man ebenfalls am letzten Spieltag auf Köln traf und den Westrivalen die Endrunden-Teilnahme vermasselte. „Wir wollen jetzt alle Spiele gewinnen, und das gilt natürlich auch für das Spiel in Krefeld“, sagt Trainer André Henning, der sich freut, am letzten Wochenende vor der Endrunde noch einmal einen starken Gegner vor der Brust zu haben. „Die Jungs brauchen hohe Qualität, um auch die beste Leistung abrufen zu können, von daher ist das Spiel genau richtig für uns als Vorbereitung. Das Spiel ist schon sehr nah dran an einem Alles-oder-Nichts-Wochenende. Dazu wollen wir dieses West-Derby natürlich gewinnen und dabei gut aussehen.“ Rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase kehren einige Leistungsträger zurück. Mathias Müller, Timur Oruz, Christopher Rühr oder Alexander Schöllkopf könnten wieder zum Einsatz kommen.

Beim Mannheimer HC hingegen steht hinter dem Einsatz von einigen Spielern noch ein Fragezeichen. Dennoch liegt der Fokus im Derby beim TSV Mannheim voll auf der eigenen Leistung. „Der TSV ist für uns der wichtige nächste Schritt auf dem Weg zur Endrunde“, unterstreicht Trainer Michael McCann. „Das ist ein Derby, das wollen wir sowieso gewinnen. Ein Sieg wäre zudem gut für die Mentalität und dafür, die Anspannung bis zur Endrunde zu halten.“ Die Nominierung des Kaders für das Mannheimer Derby erfolge kurzfristig und mit Blick auf das Final Four. Auch wenn es für den TSV am letzten Spieltag um nichts mehr geht, die Chance auf einen Derbysieg zum Saisonabschluss dürfte Motivation genug sein. Und dass man durchaus in der Lage ist, ein Endrunden-Team zu ärgern, das hat man in dieser Saison schon bewiesen.

Als Halbfinalgegner des MHC steht Uhlenhorst Mülheim bereits fest. Von daher kann man in beiden Teams auch bereits versuchen, sich auf den Gegner in einer Woche vorzubereiten. Mülheim hatte zuletzt zwar gegen Topteams Punkte gelassen, doch im Heimspiel gegen Nürnberg ist man klarer Favorit, auch wenn man die Franken nach ihrer bärenstarken Rückrunde und erst recht nach den Ergebnissen des letzten Wochenendes keinesfalls unterschätzen wird. Ein gutes Spiel für den HTCU, um sich für die Endrunde noch einmal auf Wettkampfniveau den letzten Schliff zu holen.

Für alle anderen Teams in der Liga geht es am letzten Wochenende um nichts mehr als um die Ehre. Der BHC könnte mit einem Sieg im Lokalderby gegen Lichterfelde noch einen Platz in der Tabelle klettern. Und im Duell der beiden Hamburger Nachbarn vom UHC Hamburg und vom Klipper THC hoffen beide Coaches auf einen schönen Saisonabschluss. UHC- Trainer Kais al Saadi: „Wir wollen einen positiven Abschluss schaffen und den guten Trend der letzten Wochen noch einmal bestätigen und in die nächste Saison mitnehmen. Dazu wollen wir zwei weitere Debütanten aus unserer Jugend zum Einsatz kommen lassen.“ Beim Klipper THC hat man das letzte Ziel mit dem ersten Saisonsieg am letzten Wochenende erreicht und will das „schöne Abenteuer Bundesliga“, so Co-Trainer Christian Blunck, „mit einem schönen Spiel von beiden Seiten abschließen. Jedenfalls wollen wir unseren Teil dazu beitragen. Wir freuen uns drauf.“

 

 

 

Quelle: die hockey agentur