Fernduell um letzten Final-Four-Platz

GER - Mannheim, Germany, April 22: During the German Hockey Bundesliga women match between Mannheimer HC (blue) and Club an der Alster (red) on April 22, 2017 at Am Neckarkanal in Mannheim, Germany. Final score 1-1 (HT 1-0).  Hanna Granitzki #18 of Club an der Alster, Cecile Pieper #3 of Mannheimer HC Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos /Dirk Markgraf)

Hanna Granitzki #18 of Club an der Alster, Cecile Pieper #3 of Mannheimer HC Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! ***

Nur noch kleine Chance für DHC/ Für Rest geht es um guten Abschluss

Die einzige relevante Entscheidung fällt an diesem letzten Wochenende der regulären Saison im Fernduell

zwischen dem Club an der Alster und dem Düsseldorfer HC, die noch um den letzten verbliebenen Platz im Playoff- Halbfinale kämpfen. Die deutlich bessere Ausgangsposition haben dabei jedoch die Hamburgerinnen. Für den Rest der Mannschaften in der Bundesliga geht es darum, sich entweder noch einmal unter Wettkampfbedingungen auf die Endrunde vorzubereiten oder die Saison möglichst mit einem positiven Eindruck zu Ende zu bringen.

„Wir wollen uns nicht auf unserem Vorsprung ausruhen und spielen deshalb voll auf Sieg“, verspricht Alster-Trainer Jens George. „Dazu wäre es hilfreich, dass wir, wenn wir es am Ende schaffen, mit einem positiven Ergebnis in die Endrunde gehen. Das haben wir selbst in der Hand.“ Alster wolle von der ersten Minute alles in dieses Spiel reinlegen, auch weil man es bestenfalls als letztes Vorbereitungsspiel für das Halbfinale ansehen wolle. Diesmal nicht mit dabei ist die Cristina Guinea, die zum spanischen Nationalteam muss sowie der nach wie vor verletzte Sabine Knüpfer.

Bei Gegner Harvestehuder THC würde man sich nach der insgesamt ziemlich erfolglosen Rückrunde über den dritten Sieg in Folge zum Saisonabschluss freuen. „Es ist schade, dass wir vor allem gegen die Teams im Mittelfeld so viele Punkte haben liegen lassen. Da war sicher mehr drin“, resümiert Trainer Tomasz Laskowski. „Aber wir wollen die Saison gut abschließen und den Schwung mitnehmen.“ Dass mit Winkler, Ziehm und Dechant wieder drei Spielerinnen fehlen, „tut jetzt aber nicht mehr ganz so weh“, gibt der Coach zu.

Der Düsseldorfer HC müsste nicht nur sein Heimspiel gegen die bereits für die Endrunde qualifizierten Kölnerinnen möglichst deutlich gewinnen, man muss zudem auf Schützenhilfe der Harvestehuderinnen und eine ebenfalls deutliche Niederlage Alsters hoffen. Nur dann könnte der Sprung zurück unter die Top-Vier noch gelingen. Der DHC wird wohl mit Ausnahme von Annika Sprink mit nahezu komplettem Kader auflaufen Können. Rot-Weiss Köln könnte je nach Spielverlauf sogar noch beeinflussen, gegen wen man im Halbfinale spielen muss. Trainer Markus Lonnes bekräftigt jedoch: „Ist uns völlig egal. Für uns geht es darum, den Rhythmus zu behalten. Wir sind ja im Moment gut in Schuss.“ Düsseldorf sei in dieser Phase ein guter Gegner. „Ein Spiel auf diesem hohen Niveau hilft uns, die Spannung hochzuhalten und mit voller Fahrt in Richtung Endrunde zu gehen.“ Dafür könnte sogar Naomi Heyn schon wieder in den Kader zurückkehren.

Tabellenführer und Ligameister Mannheimer HC hat bei einem Sieg gar einen Punkterekord vor Augen. Kein Team hat seit Einführung der eingleisigen Zwölferliga in der Hauptrunde 56 Punkte erreicht. Dafür muss Trainer Philipp Stahr jedoch eine Gratwanderung unternehmen. „Wir haben einige angeschlagene Spielerinnen, die wir natürlich möglichst schonen wollen. Auf der anderen Seite wollen wir im Rhythmus und auf einer positiven Linie bleiben.“ Beim Gastspiel in Rüsselsheim, das als Absteiger feststeht, könnte durchaus beides gelingen. „Aber man kann auch aus solchen Spielen noch Erkenntnisse ziehen.“ Dass der RRK im letzten Spiel der Saison noch mal einen raushaut, scheint recht unwahrscheinlich, ging doch schon das Hinspiel mit 6:0 klar an den Favoriten. Doch vor eigenem Publikum will man zum Abschied aus dem Oberhaus sicher nicht noch einmal unter die Räder geraten.

Auch beim UHC Hamburg sieht man die letzte Hauptrundenpartie als Vorbereitungsspiel auf das Final Four an. Doch den Großflottbeker THGC, der zuletzt in Köln und in Düsseldorf punkten konnte, wird man dennoch nicht unterschätzen, auch wenn das Ergebnis keinerlei Auswirkungen mehr auf die Position des UHC hätte. „Wir haben uns in den letzten Wochen ein gutes Gefühl erarbeitet und uns sowohl in der Tabelle wie auch in puncto Selbstvertrauen nach vorn gebracht. Das wollen wir natürlich beibehalten und uns das nicht noch durch eine schlechte Leistung kaputtmachen“, so Trainer Claas Henkel. Bei Gegner Großflottbek sei die Luft offenbar noch nicht raus, was Henkel in dieser Situation „eindrucksvoll“ findet. GTHGC- Trainer Michael Behrmann indes hofft, „dass wir auf diesem hohen Niveau noch einmal ein guter Spielpartner sein können. Nach unserem starken letzten Wochenende wollen wir uns jetzt auch beim UHC noch mal gut verkaufen, und danach ziehen wir mal eine Bilanz.“ Für Flottbek wäre ein gutes Ergebnis auch passend für den Saisonausklang, zu dem gleich mehrere Spielerinnen verabschiedet werden.

Für alle anderen Teams in der Liga dürfte am letzten Spieltag der Fokus darauf liegen, einen ordentlichen Saisonabschluss hinzulegen. Einzige Ausnahme dürften dabei die Damen des Münchner SC bilden, die in ihrem Spiel beim punktgleichen Tabellennachbarn Uhlenhorst Mülheim nicht nur ein weiteres wertvolles Testspiel für den Europapokal auf eigener Anlage am Pfingstwochenende haben, sondern zudem noch am starken Aufsteiger aus dem Westen vorbeiziehen könnten. Im Berliner Derby geht es „nur“ noch um die Ehre. Der BHC hat dabei sicher noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel gelang Absteiger TuSLi ausgerechnet gegen den Lokalrivalen einer von nur zwei Saisonsiegen.

Quelle: die hockey agentur