Direkte Duelle in der Spitzengruppe

GER - Mannheim, Germany, January 15: During the men hockey match between Mannheimer HC (blue) and TSV Mannheim (red) on January 15, 2017 at Irma-Roechling Halle in Mannheim, Germany. Final score 8-6 (HT 1-2).  Timm Haase #27 of Mannheimer HC, Aki Kaeppeler #22 of TSV Mannheim Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only. (PIX-Sportfotos /Dirk Markgraf)

Timm Haase #27 of Mannheimer HC, Aki Kaeppeler #22 of TSV Mannheim Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! ***

 

Im Rennen um die drei noch zu vergebenen Plätze im Final Four kommt es an diesem fast kompletten Doppelwochenende zu wichtigen direkten Duellen unter den Top-Fünf der Liga, die sich noch reelle

Chancen ausrechnen dürfen. Im Abstiegskampf sind alle Entscheidungen gefallen. Dennoch will sich Schlusslicht Klipper THC noch den ersten Sieg der Saison sichern und wittert an diesem Wochenende die beste Chance.

„Wir wollen den ersten Sieg und uns damit auch vom Tabellenende verabschieden. Das ist das große Ziel“, kündigt Klippers Co-Trainer Christian Blunck an. Das soll in einem der beiden anstehenden Heimspiele gegen die Berliner Clubs gelingen. Die bessere Chance rechnet man sich dabei sicher gegen Mit-Absteiger TuS Lichterfelde aus, zumal man selbst zuletzt etwa gegen den Club an der Alster (3:3) oder Uhlenhorst Mülheim (2:4) durchaus achtbare Ergebnisse verbuchen konnte. „Das Team hängt sich trotz des feststehenden Abstiegs weiter voll rein und liefert doch gute Resultate.“ Für das letzte verbliebene Ziel der Saison kehren bei Klipper dann auch einige Spieler, die zuletzt gefehlt hatten, wieder in den Kader zurück.

In der Spitzengruppe war der Crefelder HTC am vergangenen Wochenende durch die Niederlage gegen den Mannheimer HC ins Hintertreffen geraten. „Aber die Art und Weise, wie wir da aufgetreten sind, war trotzdem ein deutlicher Fortschritt“, konstatiert Trainer Matthias Mahn. „Wir sind jetzt natürlich in einer Situation, in der wir gewinnen müssen. Die Ausgangslage ist ganz einfach. Aber wir trauen uns – gerade zu Hause – auch gegen Mülheim definitiv etwas zu.“ Auch am Sonntag in Nürnberg werde es sicher nicht einfach, aber Mahn hofft, „dass wir leistungsmäßig auf einem guten Weg sind.“ Weiter nicht mithelfen kann der nach wie vor verletzte Niklas Wellen.

Bei den bereits für die Endrunde in Mannheim qualifizierten Kölnern bleibt das nächste Ziel unverändert, die Hauptrunde als Erster abzuschließen. „Der Vorsprung ist gut, und das Ziel haben wir ja nicht erst seit letztem Wochenende“, gibt Trainer André Henning zu. Samstagsgegner Nürnberg, der befreit aufspielen kann, sei auswärts immer anspruchsvoll. „Wir sehen da aber immer ganz gut aus. Trotzdem erwarte ich ein enges Spiel“, so Henning. Am Sonntag im Topspiel gegen Westrivale Mülheim gehe es hingegen nicht nur um Punkte. „Wir brauchen in dieser Phase auch solche Knallergegner. Dieses Wochenende ist nicht nur eine Art Generalprobe, sonder bringt auch den nötigen Wettbewerbsdruck, den wir brauchen, um unsere beste Leistung abzurufen.“ Das Kölner Lazarett lichtet sich zumindest ein wenig. Christopher Rühr und Kai Aichinger werden wohl wieder einsetzbar sein.

Für Endrunden-Gastgeber Mannheimer HC steht ein ganz wichtiges Wochenende an, meint Trainer Michael McCann. „Samstag gegen Alster ist wohl das wichtigste Spiel in dieser Saison. Das müssen wir gewinnen.“ Man wisse nach dem schwierigen letzten Wochenende aber auch, dass man die Endrunde absolut schaffen kann. Ziel sei es also, so schnell wie möglich die noch nötigen Punkte einzufahren. Das Duell am Sonntag mit dem Harvestehuder THC sei „für beide Teams schwierig. Aber wir glauben fest daran, dass wir auf unserem eigenen Platz jeden Gegner schlagen können.“ Auch beim MHC könnten sich mit Teo Hinrichs und Felix Schües zwei Spieler wieder einsatzbereit zurückmelden.

Der Harvestehuder THC hat im Duell mit dem MHC den Vorteil, am Samstag zuvor kein Spiel bestreiten zu müssen und somit den Fokus ganz auf die Begegnung in der Kurpfalz legen zu können. „Beide Teams brauchen die Punkte. Von daher ist das natürlich ein Spiel, in das man etwas angespannter reingeht als sonst“, so Coach Christoph Bechmann. „Aber wir sind eigentlich trotzdem ziemlich gelassen. Wir werden unser Möglichstes versuchen, beim MHC zu gewinnen. Mehr geht sowieso nicht.“ Interessant ist dabei sicher das Duell der beiden Top-Torjäger der Liga, in dem HTHCs Michael Körper im Vergleich zu Mannheims Gonzalo Peillat derzeit klar die Nase vorn hat. Das Hinspiel hatte der HTHC knapp gewonnen (4:3) – mit jeweils zwei Treffern der Goalgetter. Ziemlich wahrscheinlich, dass es wieder ganz eng wird.

Die Ausgangsposition der Mülheimer vor diesem vorletzten Spielwochenende der regulären Saison ist sehr gut – das Restprogramm hat es aber auch in sich für die Mannen von der Ruhr. Dennoch: Nach den starken Leistungen in der Rückrunde kann man auch bei den Gastspielen in Krefeld und Köln absolut zuversichtlich sein, schon vorzeitig das Ticket zum Final Four lösen zu können. Und ein Unentschieden am Samstag würde für das Team von Coach Omar Schlingemann ja bereits ausreichen. Dann wäre das Topspiel am Sonntag bei Rot-Weiss schon das erste Vorbereitungsspiel auf höchstem Niveau für die Endrunde.

Ab Tabellenrang sechs geht es für die Teams bereits um nichts mehr als darum, die Saison- Bilanz noch ein wenig aufzubessern. „Wir haben aber noch drei Spiele gegen Teams, die hinter uns stehen – und dabei soll es nach Möglichkeit auch bleiben“, mahnt etwa UHC- Trainer Kais al Saadi an. „Wir wollen diese Spiele nutzen, den positiven Trend der letzten drei Partien auszubauen und dabei auch schon den Fokus auf die neue Saison zu richten.“ Dafür wolle er vermehrt auch jüngere Spieler einbauen. Dazu erwartet er, dass die Spiele gegen die beiden Berliner Team durchaus fordernd werden. „Das Hinspiel gegen TuSLi konnten wir erst spät für uns entscheiden. Das war schon schwer. Und der BHC hat zuletzt wirklich starke Ergebnisse abgeliefert“, so al Saadi. Er wird vermutlich auf die Einsätze von Oliver Korn und Max Kapaun verzichten.

Auch Alster-Trainer Russell Garcia hofft, dass die Spieler die bevorstehenden Herausforderungen auch dazu nutzen, ihre eigene Entwicklung für die nächste und die darauf folgenden Spielzeiten voranzutreiben. „Wir haben darüber gesprochen, und ich hoffe, dass sie begreifen, dass Spiele in solchen Situationen gerade dafür sehr wichtig sind. Natürlich wollen wir die Spiele in Mannheim gewinnen, aber um 100 Prozent abrufen zu können, muss man auch 100 Prozent bereit sein. Das kann schwierig sein, und am letzten Wochenende hatten wir genau in diesem Punkt unsere Probleme.“ Der Unterschied am Samstag beim Mannheimer HC könnte sein, dass „die den Sieg brauchen, wir ihn aber ‚nur’ wollen. Das kann schon die paar Prozente ausmachen.“ Sonntag sei der TSV Mannheim in der gleichen Lage wie Alster selbst. „Das ist ein interessantes Team, und ich bin gespannt, wo wir und wo die stehen.“ Das Hinspiel hatte der TSV Mannheim auswärts jedenfalls mit 2:0 gewonnen, und ein Team wie die ambitionierten Alsteraner hinter sich zu lassen, das wäre sicher ein schöner Anreiz für den TSVM, der zudem an diesem Wochenende nur eine Partie zu absolvieren hat.

Wie für Tabellenschlusslicht Klipper THC dürfte auch für TuS Lichterfelde der Fokus an diesem Wochenende auf dem Duell der beiden Absteiger am Sonntag liegen. Im Hinspiel hatte TuSLi seinerseits den bislang einzigen Saisonsieg einfahren können. Und am Ende den Mitabsteiger vielleicht noch vorbeiziehen lassen zu müssen, will man in der Hauptstadt sicher um jeden Preis vermeiden. Für den Berliner HC wird es vor allem darum gehen, die gute Form weiter unter Beweis zu stellen. Das Auswärtswochenende in Hamburg bieten jedenfalls in beiden Spielen absolut das Potenzial, das Punktekonto weiter aufzustocken und im Klassement sogar noch den einen oder anderen Platz nach oben zu klettern.

Schwieriger erscheint diese Aufgabe für den Nürnberger HTC, aber die Franken haben bereits bewiesen, dass sie als Stolperstein für die Endrunden-Kandidaten gut sind. Dazu wird man mehr als interessiert daran sein zu beweisen, dass Widerstand bieten kann als beim 2:10 im Hinspiel.

Quelle: die hockey agentur