Jungadler bei der Flyers Trophy 2013

Vorab ein paar Infos zur Flyers Trophy, es spielen folgende fünf Mannschaften an zwei Tagen ein Mal jeder gegen jeden. Die besten Vier spielen am Sonntag die Plätze eins bis vier aus. Zugelassen sind die Jahrgänge 1994-1996 und jünger. Ich gebe mal das Durchschnittsalter zu den Mannschaften an, dass sich aus den Kadern, die im Flyer abgedruckt sind, ergibt.

 

Kloten Flyers (17,70 Jahre)

EV Zug ( 17,85 Jahre)

Jungadler Mannheim (16,71 Jahre)

Pirati Chomutov (18,08 Jahre)

HV 71 (18,16 Jahre)

 

Unsere Jungs brauchen sicher keine Ausreden, aber abgesehen davon, dass sie mit Abstand die jüngste Mannschaft im Turnier sind kommt noch dazu, dass sie nur mit 3 Verteidiger-Reihen antreten und einer davon nicht so richtig fit ist. Überhaupt hat sich im Kader noch Mal so einiges getan. Josef Lala ist nicht mehr der zweite Goalie hinter Florian Proske, sondern Enrico Salvarani. Zudem ist Ulib doch wieder im Kader der Jungadler (Welcome back).

 

So nun zum Spiel. Das haben unsere Jungs gegen Pirati Chomutov viel zu deutlich mit 7:0 verloren. Eigentlich sind die Jungs gut ins Spiel gekommen, aber nach fünf Minuten wurde Selbiges für 10-15 Minuten unterbrochen, um die Bande zu reparieren. Danach haben die Piraten wohl gemerkt, dass die kleinen Mannheimer nicht so mal nebenbei abgefertigt werden können. Das erste Drittel war dann weitestgehend ausgeglichen. In der 13. Minute gab es Bully vorm Tor von Chomutov bereits vor dem Einwurf kündigt Yannis Walch an, dass er den Puck gerne hätte, um abzuziehen, da lies sich Patrick Kurz nicht lange bitten. Leider ging der Schuss knapp vorbei. In der 20. Minute scheitert Tobias Kircher bei seinem Alleingang ebenfalls knapp.

 

Zu Beginn des zweiten Drittels die Jungadler und vor allem Florian Proske mit richtig viel Pech. Chomutov schießt den Puck hoch aus dem Verteidigungsdrittel in das Drittel der Jungadler, Florian kann den Puck nicht sehen, da er direkt vorm schwarzen Videowürfel runterkommt. Dann springt der Puck auch noch blöd auf und landet im Tor. In der fünften Minute kam dann ein Tscheche Florian zu nahe, was sich seine Vorderleute natürlich nicht gefallen lassen und so kam es zu einem kleinen aber feinen Handgemenge. Ab da wurde das Spiel deutlich körperbetonter. Als das Spiel eigentlich den Ausgleich verdient hätte kam Chomutov durch einen schnellen Gegenangriff zum 2:0.

 

Im letzten Drittel erzielten die Piraten das 3:0 durch einen Schuss vom Bullykreis. Beim 0:4 hing ich hinter meiner Kamera. Das 5:0 fiel in doppelter Unterzahl, nachdem sich Kevin Maginot bei angezeigter Strafe gegen Stefan Reiter zu einem Beinstellen hinreisen ließ. Das 7:0 fiel in der Schlussminute, als der Puck vom Pfosten ins Tor geht.

 

Als Fazit aus dem dritten Vorbereitungsspiel lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass das noch ein bisschen unsortiert aussieht, was nicht verwunderlich ist, da das Training diese Saison wesentlich später angefangen hat. Im Vergleich zur Vorbereitung im letzten Jahr lässt sich sagen, dass das Umschalten von Angriff auf Verteidigung wesentlich besser klappt. Und als letzten Punkt gibt es eine Stellenausschreibung: Nachwuchs-Eishockey-Mannschaft sucht Torschützen, der das Ding auch einfach mal reinmacht und nicht nur die Chance dazu hat. Ich glaube, dass könnte dieses Jahr ein bisschen ein Problem sein, dass es im Abschluss noch hapert.

 

Jungadler verlieren auch Spiel 2 – 3:1 gegen Zug

Ich weiß gar nicht was ich zu diesem Spiel schreiben soll. Zumal es echt schwer ist einen Bericht ohne Statistiken und ohne Ansagen im Stadion zu schreiben, da ich nicht immer auf die Nummern und Namen achte. Apropos Namen, sie sind auf den Trikots und sollen es wohl auch bleiben.

 

Die Jungs haben gut gespielt, es gab gute Chancen auf beiden Seiten, aber unsere Jungs treffen einfach nicht. In der 10. Minuten läuft Zug mit 2 auf 1 aufs Tor zu und Florian kassiert den Nachschuss. War sicher unglücklich, aber so darf man den Gegner auch nicht loslaufen lassen. In der 37. Minute dann das zwei zu null. Ich kann sagen, dass der Zuger aus dem Bullykreis geschossen hat, mehr hab ich hinter der Kamera nicht erkannt. In der 56. Minute zieht ein Zuger zwischen den Bullykreisen ab und trifft ins Eck. Eine Minute später dann der Anschluss, den aber mehr die Zuger verbummelt haben. Danach haben unsere Jungs noch mal aufgedreht, aber es ging eben weiter nichts rein.

 

Es ist echt schade zu sehen, dass die Jungs gut spielen, dafür aber nicht belohnt werden.

 

Die anderen Ergebnisse des Tages waren HV 71 gegen Zug 6:0. Hier habe ich die meiste Zeit zugesehen und Zug war deutlich unterlegen. Allerdings sind HV 71 auch die klaren Favoriten. Pirati hat gegen Kloten mit 5:1 gewonnen. Da ich abends in Zürich unterwegs war, muss ich das Ergebnis Kloten HV 71 morgen nachreichen.

 

Unsere Jungs müssen nun unbedingt gegen Kloten morgen Abend 20 Uhr gewinnen, um am Sonntag noch mal spielen zu dürfen. Ich bin ja immer guter Dinge, aber ich fürchte gegen die „Schränke“ aus Schweden wird kaum etwas zu holen sein.

 

Jungadler schlagen sich tapfer gegen HV 71 und verlieren 2:4

Das man unsere Jungs besser nicht unterschätzt, wissen nun auch die Schweden. Denn das war zu Beginn des Spiels ganz klar der Fall. In der dritten Minute scheitert ein Mannheimer Schuss noch am Gestänge, um dann in der selben Minute von Kevin Maginot doch im Winkel platziert zu werden. So gingen die Jungadler zum ersten Mal im Turnier in Führung, und die Schweden kassierten auch den ersten Gegentreffer des Turniers. Nachdem der schwedische Trainer sich von dem Schock erholt hat, drehten seine Jungs dann auf und glichen in der 4. Minute aus. Ich muss schon zugeben, dass es eine wahre Freude ist, die Schweden Schlittschuh laufen zu sehen. Da können die anderen Mannschaften (Kloten habe ich noch nicht gesehen) einfach nicht mithalten. Trotzdem haben unsere Jungs kein weiteres Tor mehr im ersten Drittel zugelassen. Und das auch Dank eines richtig guten Penaltykillings.

 

Ich will nicht wissen, was sich die Jungs von HV 71 in der ersten Pause anhören mussten, aber es hat gewirkt. In der 21. Minute fiel das 1:2 durch einen Bauerntrick. Nur eine Minute später dann das 1:3 durch eine schöne schnelle Kombination. Nach der Auszeit wurde es wieder etwas ruhiger und die Jungadler ließen deutlich weniger Chancen zu. Beim 1:4 konnte Florian Proske den Puck nicht festhalten.

 

Im letzten Drittel gab es dann einen Nichtangriffspakt. Es ging munter hin und her und niemand wollte sich noch groß wehtun. In der 60. Minute dachten sich die Jungadler dann aber, dass 2:4 doch besser aussieht als 1:4. Stefan Reiter trifft auf Zuspiel von Patrick Kurz.

 

Auch wenn die Jungs klar enttäuscht waren, haben sie ein tolles Spiel abgeliefert, und die großen Jungs aus Schweden ein bisschen geärgert.

 

Gestern Abend gewann HV 71 mit 4:0 gegen Kloten. Heute Morgen verlor Zug gegen Chomutov mit 1:5.

 

Quelle: Anna Lena